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Ein Haus mit Geschichte

Historie Hof Appels / Eckhart Bald, Weseler Str. 628, Münster

Ein Haus mit Geschichte:
die Geschichte der alten Brennerei Appels reicht bis weit ins Mittelalter zurück. Erbaut als Kötterhof wurde der Hof vielseitig genutzt. Als Ausspann, Gaststätte und Zollhaus vor Münsters Toren, wurde hier Wegegeld für den Fürstbischof von Münster erhoben, später noch für den preußischen Staat. Zeitweise wurde hier die Poststelle betrieben und Lebensmittel verkauft. Die alte Schnapspumpe am Tresen ist heute noch funktionstüchtig.

Auch bei den Bauarbeiten zum Ausbau der Weseler Straße kam die Geschichte wieder zum Vorschein. Es wurde ein Kanalgewölbe freigelegt, das vermutlich ein Teilstück des heutigen „Christoph-Bernhard-Graben“ darstellte. Dieser Graben wurde bei der Belagerung der damals Bürgerlichen Stadt Münster durch Bischof Christoph Bernhard von Galen angelegt, um der Bevölkerung „das Wasser abzugraben“. Aber der Reihe nach:

Hof als Kötterhof „tor Boke“ erbaut, Zehntherr waren Haus Kump, später Meckmannhof

1555 erste Erwähnung im „Registrum Pastorat St. Lamberti 1552-1589“ mit dem
Eintrag:“ 1 Huhn Abgabe an den Pastor – wie alle anderen Kötter auch“

1660 Belagerung der Stadt Münster durch den Bischof Christoph Bernhard von Galen
und Bau des Graben zur die Umleitung der Aa in den Getterbach
(über den heutigen Hof Appels)

1810 Wegzollstelle (bis 1871)

1830 der Hof wird eigenständig

1835 übernimmt die Familie Appels das Anwesen.

1878 heiratet Anton Appels sen. Mit dem Geld seiner Frau wird das Zollhaus zu einer Brennerei umgebaut

1900 Gasthaus mit Biergarten (ähnlich „Täppken“ und „Lohmann“)

1905 Brand des Gasthauses, Teile der Einrichtung und das Herdfeuer bleiben erhalten

1910 Umbau der Brennerei, im Gasthaus werden eine Poststation und ein Lebensmittelladen betrieben

1950 Modernisierung der Brennerei zu einer der kleinsten, aber leistungsfähigsten Betriebe in Deutschland (400 Hektoliter/Jahr)

1986 Stilllegung der Brennerei wegen fehlender Rentabilität.

1986 Gründung „Ökologische Küchen Eckhart Bald“ am Standort Saarbrücker Straße

1992 Umbau der Brennerei zum „Naturmöbelhaus Eckhart Bald“ mit dem Ziel, Altes und Neues in Einklang zu bringen.

1993 Eröffnung des Möbelhauses in der Brennerei.

1997 Umbau des Gasthaus Appels als Erweiterung des Naturmöbelhauses.

2002 Umbau einer Scheune zu Werkstatt + Lager für das Möbelhaus

2009 Umbau einer ehemaligen Wohnung als Erweiterung der Möbelausstellung

2011 Jubiläum 25 Jahre Eckhart Bald

Ein Gast-Haus bleibt Ort der Begegnung:

die Tradition des Gasthauses wird von Eckhart Bald weiter gepflegt. Den Besuchern des Möbelhauses werden nicht nur Möbel verkauft. Die Mitarbeiter und der Inhaber, unterstützt durch die auf dem Gelände wohnende Familie Appels erklären immer wieder die Geschichte des Hauses oder laden die Gäste zu einer Erfrischung ein.

Der Opa im „blauen Bett“ vor dem Gasthaus ist schon zu einem beliebten Orientierungsmerkmal geworden. Er signalisiert: „komm rein und ruh Dich ein bisschen aus“.

Die Räume des ehemaligen Gasthauses stellt Eckhart Bald auch für kleinere Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Lesungen am Kamin des Gasthauses oder Konzerte in den hohen Räumen der Brennerei, der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ein Haus mit Kunst

Das einzigartige Ensemble des Hofes Appels stehen als Denkmal traditioneller Baukunst unter Schutz. Dies ist Anlass für Eckhart Bald, sich auch im Innern der Darstellung künstlerischer Themen zu widmen.

So finden in unregelmäßigen Abständen kleine Konzerte, Lesungen und Ausstellungen von Künstlern statt, die die schönen Ausstellungsräume mit Ihrer Kunst bereichern. Künstler, die diese Möglichkeiten für Ausstellungen, Konzerte oder Lesungen nutzen wollen, sind bei Eckhart Bald immer gern gesehen. So kann der alte Hof Appels ein Ort der Begegnung bleiben.




Eckhart Bald
Naturmöbel
Tel. 0251-719985
Fax 0251-714346
Weseler Str. 628
48163 Münster
www.e-bald.de
info@e-bald.de

Montag-Freitag 10-19 Uhr
Samstag 10-15 Uhr
Sonntag von 12-17 Uhr

Hof Appels um 1940/50

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